Wochenplan oder Morgenarbeit für einen strukturierten Start in den Schultag an der Grundschule 🏫
🕗 7:45 Uhr – der Gong ertönt und nach und nach hört man 25 Fußpaare in der Garderobe ankommen und über die Ereignisse des gestrigen Tages ratschen. Damit die Schüler:innen im Anschluss im Klassenzimmer „ruhig ankommen„, ist es für uns sehr wichtig, Rituale und Routinen zu schaffen.
Deshalb war es für uns eine der ersten Fragen, die wir uns bei der Übernahme unserer ersten eigenen Klasse im Referendariat gestellt haben, ob wir zum Start in den Schultag mit einer Morgenarbeit oder einem Wochenplan beginnen möchten. 🧐
Doch was steckt hinter diesen beiden Formaten und welche Vorteile bringen sie mit sich?
Was ist die Morgenarbeit? 📄
Jedes Kind hat bei uns eine Morgenarbeitsmappe, in der sich die aktuelle Morgenarbeit des Kindes befindet. Wir stellen hier Aufgaben zu aktuellen Themen bereit und legen diese gut sichtbar aus.
Dies können unterschiedliche Arbeitsformate (z.B. Arbeitsblatt, Arbeitsheft, Freiarbeit …) sein. Zudem legen wir die passenden Lösungen (auf farbigem Papier gedruckt) aus, sodass sich die Schüler:innen selbst kontrollieren können. ✔️
Kommt ein Kind in der Früh an, wirft es zuallererst einen Blick in die Morgenarbeitsmappe und bearbeitet das Arbeitsblatt/ die Aufgaben fertig. Nach der Selbstkontrolle heftet das Kind die Aufgabe ab und holt sich eine neue Morgenarbeit. 📝
Teilweise eignet sich die Morgenarbeit ebenso dafür, Schüler:innen die Möglichkeit zu geben, unfertige Arbeitsblätter vom Vortag, Kunstbilder oder Ähnliches fertig zu stellen. Das handhaben wir ganz individuell. ✍🏻
Welche Vorteile bringt die Morgenarbeit mit sich? 🧐
🗓️ täglich variable Inhalte möglich
🤫 Ruhe im Klassenzimmer
💡 Vorbereitung und Wiederholung unterrichtlicher Inhalte
📄 offen gebliebene Arbeitsaufträge vom Vortag nachholen
⌛️ zusätzliche Übungszeit
⛑️ Zeit für individuelle Betreuung
Bei uns geht die Morgenarbeit immer bis ca. 8:00 Uhr (Schulstart), sodass die Vorviertelstunde gut abgedeckt ist. 🤗
In der zweiten Klasse haben wir die Morgenarbeit sehr geschätzt, da es für die Kinder einfach handzuhaben war. Zum Halbjahr der zweiten bzw. in der dritten Klasse sind wir dann von der Morgenarbeit auf den Wochenplan umgestiegen, wobei hier von den Schüler:innen ein wesentlich strukturierteres Arbeiten verlangt wird. 📝
Was ist der Wochenplan? 📒
Den Wochenplan kann man natürlich, ebenso wie die Morgenarbeit, auf verschiedenen Weisen umsetzen. Wir möchten dir nachfolgend erläutern, wie wir diesen in unseren zweiten/ dritten Klassen umgesetzt haben.
Zu Beginn der Woche erhalten die Schüler:innen mehrere Arbeitsblätter/ Arbeitsaufträge an Stationen ausgelegt, die sie im Verlauf der Woche erledigen. Hierfür haben sie immer ca. 15-30 Minuten zu Beginn des Unterrichtstages Zeit, nachdem sie ihre Hausaufgaben abgegeben haben.
Die Arbeitsblätter orientieren sich dabei stets an den Themen der Vorwoche, sodass der Wochenplan vor allem zur Wiederholung und Vertiefung bereits bekannter Inhalte genutzt wird. 🧠✔️
Mit Hilfe von differenzierten Arbeitsplänen wissen die Kinder immer genau, was sie zu erledigen haben und können dabei frei wählen, mit welcher Aufgabe sie beginnen möchten.
Zusätzlich können schwierige Stellen der einzelnen Aufgaben auch nochmals kurz im Plenum/ in Kleingruppen besprochen werden. 💬
Hat ein Kind eine Aufgabe erledigt, zeigt es diese bei der Lehrkraft vor, holt sich das „Gesehen-Kürzel“ ab und kontrolliert sich selbst mit der Lösung. ✔️
Der Wochenplan ist zudem meist in Pflicht- und Wahlaufgaben für schnelle Schüler:innen aufgeteilt. Hierbei achten wir darauf, dass die Wahlaufgaben auch kleine Belohnungen (z.B. in der Leseecke lesen, Freiarbeitsmaterial nutzen…) beinhalten. ✨
Welche Vorteile bringt der Wochenplan mit sich? 🧐
🎯 Motivation durch die freie Aufgabenwahl
🤫 Ruhe im Klassenzimmer
🔄 Wiederholung wichtiger Inhalte der Vorwoche
⏳ritualisierter Morgenbeginn
👦🏻 selbstständiges Arbeiten fördern
⛑️ Zeit für individuelle Betreuung
Passende Materialien für jeden Wochenplan ✨
Lernpläne als Alternative❓
Alternativ etablieren sich momentan auch sogenannte Lernpläne in den Klassenzimmern. Der Unterschied zum Wochenplan liegt darin, dass jedes Kind einen Lernplan erhält und die Bearbeitung des Lernplans nicht ausschließlich auf eine Woche begrenzt ist, sondern jedes Kind die Aufgaben in seinem individuellen Tempo bearbeitet. ✍🏻
Was ist besser für deine Klasse – Morgenarbeit oder Wochenplan❓
Diese Frage musst du selbst für dich und deine Klasse beantworten. Wir haben beide Formen des Tagesstarts in mehreren Jahrgangsstufen durchgeführt und grundsätzlich sind beide Formen auch in allen Jahrgangsstufen möglich.
Wir empfehlen dir jedoch die Wochenplanarbeit erst im Verlauf der zweiten Klasse einzuführen, da unserer Meinung nach erst einmal gewisse Grundsteine (v.a. Leseverständnis, Zeitmanagement, Selbstdisziplin) gelegt werden müssen, bevor die Schüler:innen selbstständig arbeiten können. 📝
💬 Welche Form des Morgenstarts praktizierst du in deiner Klasse und wie sind deine Erfahrungen?
Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen. 🤗 ✍🏻
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